06. – 13. Oktober 2019

Kritische Einführungswoche Würzburg

Sei es frisch aus der Schule oder nach Jahren an der Uni, wer kennt es nicht: wir müssen Leistungen erbringen, Wissen in die Köpfe pumpen, Fakten auswendig lernen. Die wenigen Diskussionen laufen oft ins Leere oder sie fehlen komplett. Aber setzen wir uns dabei wirklich mit den Inhalten auseinander? Wie kreativ und kritisch gehen wir mit dem Wissen um? Und was können wir außerhalb der vorgegebenen Fächer, Seminare und Vorlesungen lernen?
Weil es viele Menschen gibt, die sich diese Fragen stellen, werden in einigen Städten – meist parallel zu den üblichen Ersti-/Einführungstagen – inzwischen Kritische Einführungswochen (kurz: KEW) organisiert. In Würzburg haben sich dafür verschiedene Gruppierungen zusammengeschlossen und ein Programm aus gesellschaftspolitischen Themen erstellt. Da geht es zum Beispiel um Klima- und Umweltveränderungen, aktuelle Menschenrechtsfragen, Feminismus und vieles mehr. Der Blick richtet sich auf regionale Geschehnisse bis hin zu globalen Zusammenhängen, von der Vergangenheit bis in die Zukunft.
Wozu das Ganze? Es geht darum bestehende Strukturen (auch die der Bildungsinstitutionen selbst) kritisch hinterfragen zu können. Oder besser gesagt, du kannst in Veranstaltungen zu verschiedenen Themen reinschnuppern, diese vertiefen, dich darüber austauschen, diskutieren und vor allem aktiv werden. Die Veranstaltungen, Workshops, Vorträge etc. stehen allen Menschen kostenlos und offen zur Verfügung, denn Bildung sollte niemanden ausschließen. Offen heißt auch, dass es bei der KEW keinen Platz für Rassismus, Nationalismus, jede Art von Antisemitismus, Sexismus und jede andere Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gibt. Für Fragen und Austausch gibt es allerdings immer Platz.
Das Ziel der KEW ist also, dass sich Menschen vernetzen, gemeinsam Ideen sammeln und gleichberechtigt an Bildung teilhaben und mitwirken können. Denn es muss eine Bildung geben, die kritisch, veränderungsfreudig, solidarisch und gleichberechtigt ist.

PROGRAMM

„Connecting the movements.“ Auftaktveranstaltung zur KEW

06.10.2019
ab 18 Uhr
Kellerperle

An unserem ersten Abend stehen die KEW und die teilnehmenden Gruppierungen im Rampenlicht der Kellerperle.

In einer Art Vernissage stellen sich die Gruppen selbst vor und wir können uns zwischen dem leckeren Essen der Küfa und den Infoständen der Gruppen treiben lassen. Außerdem gibt es eine kreative Einführung in die vielfältigen Themen unserer kritischen Woche. Natürlich bekommt ihr auch alle Hardfacts zur KEW, die sich als Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen versteht. So erfahrt ihr, welche spannenden, kritischen, empowernden und unterhaltsamen Veranstaltungen auf euch warten und es wird viel Platz für Fragen, Kennenlernen und Austausch geben. Den ganzen Abend über werden uns ein paar elektronische Klänge aus dem Hintergrund begleiten und wir werden sehen, wohin uns der Abend führt.

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Spezi-was? Ethik und Nachhaltigkeit rund um die Nutztierindustrie

07.10.2019
10:30 – 13:30 Uhr
Freiraum

Speziesismus – was ist das überhaupt? Wie begegnet er uns im täglichen Leben, welche Folgen resultieren daraus für Mensch, Tier und Umwelt? Um das zu beantworten, werden wir über die Kategorisierung von Haus- und Nutztieren diskutieren, die Bedeutung der Tiernutzung in Hinsicht auf Weltarmut, Klimawandel und Kapitalismus erschließen und gesundheitliche Vorurteile aus dem Weg räumen.

WATU - Würzburg Aktiv für Tierrechte und Umweltschutz ist ein basisdemokratischer, emanzipatorischer Zusammenschluss von Aktivist*innen unterschiedlicher Hintergründe. Wir kämpfen gegen die Diskriminierung des Tiers und die daraus resultierenden Umweltfolgen.

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Klimakrise und Kapitalismus - jetzt mal konkret!

07.10.2019
12:00 – 13:30 Uhr
MiezeKoze

Die Themen Klimakrise und Kapitalismus werden oft eher abstrakt behandelt. Jetzt wollen wir das ganze mal greifbar machen: Anhand eines Steinbruchs im Landkreis Würzburg werden wir ganz konkret aufzeigen, wie die Vernetzungen von Politik und Wirtschaft die Klimakrise und Umweltzerstörung vorantreiben. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse nötig.

Keinhamehr (Kein Hektar mehr!) ist ein Aktionsbündnis für Klimagerechtigkeit und Waldschutz. Wir haben uns im September 2018 im Zuge der Rodungen in Thüngersheim gegründet und kämpfen im Lkr. Würzburg gegen Rodungen.

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Ideologien, Strukturen und Aktivitäten der extremen Rechten in Unterfranken

07.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
Kellerperle

Die extreme Rechte ist kein einheitlicher Block, sie besteht aus verschiedenen ideologischen Strömungen und Organisationen. Welche Akteur*innen spielen konkret vor Ort eine Rolle? Was macht sie ideologisch aus? Mit welchen Themen und Aktionsformen treten sie in die Öffentlichkeit? Im Vortrag soll diesen Fragen nachgegangen werden, ebenso besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Referent: Jan Nowak
Die Antifa Würzburg ist eine Gruppe von Aktivist*innen aus Würzburg, die sich zusammengeschlossen haben, um rechten Aktivitäten in unserer Region entgegenzuwirken. Dazu betreiben wir Recherche, informieren über rechte Aktivitäten und organisieren Demos und Gegenaktionen bei faschistischen und rassistischen Ansammlungen in unserer Nähe.
Einlassvorbehalt:
Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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Fluchtursachen und Seenotrettung

07.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
Freiraum

Die Externalisierungspolitik Deutschlands und der EU führt dazu, dass Menschen zu immer gefährlicheren Fluchtrouten gezwungen werden. Wir betrachten die aktuelle Situation nicht nur im Mittelmeer, sondern auch in der Sahara und den angrenzenden Regionen und beschäftigen uns mit Fluchtursachen, Fluchtwegen und Seenotrettung.

Die Seebrücke Würzburg ist Teil der internationalen Bewegung SEEBRÜCKE. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und stellen uns gegen eine deutsche und europäische Politik der Abschottung und Ausgrenzung. Wir fordern die Entkriminalisierung von Seenotrettung, sichere Fluchtwege und eine menschenwürdige Aufnahme von geflüchteten Menschen.

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Gemeinwohl-Ökonomie. Ein ethisches Wirtschaftsmodell

07.10.2019
14:30 – 17:30
KHG

Unser aktuelles Wirtschaftssystem beruht auf Grundsätzen wie Wachstum und Konkurrenz. Doch sind diese Prinzipien wirklich der beste Ausgangspunkt für ein gutes Leben für alle? In Spielen, Impulsvorträgen und Diskussionen werden wir mit euch die Grundpfeiler der aktuell vorherrschenden Art zu Wirtschaften kritisch betrachten. Gemeinsam werden wir Alternativen besprechen und neue Ansätze vorstellen, die bereits in der Praxis Fuß fassen.

Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als alternatives Wirtschaftsmodell und wird seit 2010 von immer mehr Unternehmen, Politiker*innen und Privatpersonen in mittlerweile mehr als 20 Ländern unterstützt. Sie hat in direktem Austausch mit erfahrenen Unternehmer*innen die Gemeinwohl-Bilanz entwickelt, die den sozial-ökologischen Beitrag eines Unternehmens aussagekräftig misst.

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Wir brauchen Platz! Ein Gespräch im Viertel-Café

07.10.2019
ab 20 Uhr
Viertel-Café

Das Viertel-Café lädt heute zu einer Gesprächsrunde mit leckerem Ofengemüse ein. Hinter dem neu eröffneten Café steht der Würzburger Verein Viertelkultur, der sein Ziel, eine liebevolle Anlaufstelle für Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit zu sein, unaufdringlich fördert. So bietet das Café in der Zellerau allen Menschen unabhängig von Herkunft, Alter, Einkommen und Bildung frische, gesunde Getränke und Speisen zu fairen Preisen an, beherbergt einen kleinen Laden mit verpackungsfreien und saisonalen Waren und stellt einen zentralen Treffpunkt für künstlerische Veranstaltungen und Ausstellungen dar.

Genau um solche Räume sollen sich auch die heutigen Gespräche drehen, denn: Wir brauchen Platz. Platz für Gemeinschaft; Platz, um Ideen zu teilen und Platz, diese umzusetzen. Neben dem Viertel-Café werden sich der Freiraum, ein Aufenthaltsort, der ohne jeglichen Konsumzwang für alle offen steht und die Initiative soziokulturelles Zentrum vorstellen. Die Initiative versucht schon seit geraumer Zeit, die verschlossenen Türen des Stadtrats zu öffnen, um einen freien Raum in der Stadt zu ermöglichen, der nicht abhängig von monatlichen Spenden ist und den verschiedenen sozialen Initiativen in der Stadt Räume bietet. Die drei Initiativen werden gemeinsam mit euch den Fragen nachgehen, welche Ideen hinter ihrem Konzept stehen, wie soziale Räume gestaltet und geplant werden und welche Hürden dabei auftreten. Vielleicht bringt ja auch ihr Ideen und Erfahrungen mit?

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Auf der Flucht. Ein Planspiel vom Fliehen und Ankommen

08.10.2019
10:30 – 17:30 Uhr
KHG

Auf der Flucht sein. Was bedeutet es, alles hinter sich zu lassen? Warum flüchten Menschen überhaupt? Wie kommt man ohne Visum von Syrien oder Afghanistan nach Deutschland? Welche Herausforderung stellt der Verlust der Sprache dar? Und: was passiert, sobald man in Deutschland „angekommen“ ist?

Das Seminar gliedert sich in die Durchführung des Planspiels und eine anschließende Aufarbeitung. Im interaktiven Planspiel durchleben die Teilnehmer*innen zunächst in verschiedenen Rollen einzelne Situationen, mit denen sich Menschen auf der Flucht und nach der Ankunft konfrontiert sehen. Auf Grundlage des Erlebten erfolgt im Anschluss an das Planspiel eine differenzierte, emotionale und juristische Reflexion. Weitere Informationen findet ihr unter www.auf-der-Flucht.org Da das Seminar ganztägig ist, bitten wir euch, Verpflegung selbst mitzubringen.

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Schnibbelparty

08.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
Freiraum

Der Workshop beinhaltet die Vorstellung von foodsharing allgemein, sowie der Ortsgruppe Würzburg. Danach wird es eine Frage- und Gesprächsrunde geben.

Anschließend wird eine kleine Schnibbelparty veranstaltet, bei der gemeinsam aus (hauptsächlich) geretteten Lebensmitteln das Abendessen für den Feministischen Abend vorbereitet wird. foodsharing ist eine 2012 entstandene Initiative gegen die Lebensmittelverschwendung, welche Lebensmittel "rettet", die man ansonsten wegwerfen würde.

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Awareness als queer*feministische Praxis

08.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
MiezeKoze

„Awareness“ begegnet uns immer öfter: auf Partys, Festivals, politischen Camps. Aber worum geht es dabei eigentlich? In unserem Workshop wollen wir uns Awareness als eine Haltung der Achtsamkeit, politischer (Selbst-) Reflexion und Praxis annähern. Dazu möchten wir einen diskriminierungssensiblen Raum öffnen, um Awarenessarbeit als Teil der queer*feministischen Bewegung kennenzulernen.

MissMutig versteht sich als queer*feministische Aktionsgruppe (flti*only), die neben (Party-) Awarenessarbeit auch feministische Aktionen wie Demos, Infostände und Veranstaltungen organisiert.

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Ein feministischer Abend

08.10.2019
ab 20 Uhr
Kellerperle

Ein Thema mit vielen Facetten – Queer*Feminismus.

Wer über diesen bedeutungsschweren Begriff noch nicht in einem der Workshops gestolpert ist, bekommt an diesem Abend neben veganen Häppchen eine kleine Einführung in queer*feministische Literatur. Ausgewählte, in kleine Lesungen verpackte Ausschnitte sollen uns zeigen, welche Facetten den Queer*Feminismus so vielschichtig und wichtig für verschiedene Personengruppen machen. Von tiefgründigen Gedanken Simone de Beauvoirs, über rotzige Kommentare von Margarete Stokowski bis zu wissenschaftlichen Fakten über die Fortbewegungsgeschwindigkeit von Eiern und Spermien werden verschiedenste Themen vertreten sein. Queer*Feminismus hat schon viele gesellschaftlichen Veränderung angeregt und wird noch viele weitere bringen. Wir laden alle Menschen jedes Geschlechts und Genders zu diesem Abend ein. Kommt vorbei und lasst euch inspirieren!

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Nachhaltigkeit!

09.10.2019
10:30 – 14:30 Uhr
Freiraum

Die ökologischen Krisen sind Symptome der gesellschaftlichen Entwicklungen, die aus der dauerhaften Ausrichtung auf ökonomisches Wachstum resultieren. Der Workshop beleuchtet sowohl die Symptome als auch die Ursachen genauer und gibt Einblicke in Strategien, die sich vom unendlichen Wachstum abkehren.

Das Bergwaldprojekt ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Würzburg, der deutschlandweit Naturschutzeinsätze mit Freiwilligen organisiert. Über die konkreten Maßnahmen auf den Flächen versuchen wir Verständnis für die Ursachen der ökologischen Krisen und Unterstützung für den Umbau hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu fördern.

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Lebensmittel sind mehr als Nahrung! In regionalen, saisonalen und kleinbäuerlich-ökologisch erzeugten Produkten steckt Leben.

09.10.2019
10:30 – 17:30 Uhr
VEG

Teil I (ca.: 2,5 Std.): Vorstellung der VEG und der daran angegliederten SoLaWü. Gegenüberstellung und Verkostung regionaler, ökologischer und konventioneller „Supermarkt“-Produkte.

Teil II (ca. 4 Std.): Radtour nach Margetshöchheim mit gemeinsamer Apfelernte auf einer Streuobstwiese nach Kurzbesuchen bei einigen Verkaufsstellen der Produkte. Die beiden Teile dieser Veranstaltung können auch getrennt besucht werden, wobei auf die Zeiten zu achten ist. Für den zweiten Teil benötigt ihr ein Fahrrad. Falls ihr keines besitzt oder Fragen habt, meldet euch am besten per E-Mail oder Anruf beim Orga-Team der KEW.
Die Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft ist ein gemeinnütziger Verein mit den Zielen, regionale, kleinbäuerliche, ökologische Landwirtschaft zu stärken und Bewusstsein für eine natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft und Ernährung zu schaffen. Vereinsmitglieder können in den Räumen der VEG vielfältige Produkte direkt von Erzeugern um Würzburg erwerben. Die Solidarische Landwirtschaft Würzburg ist ein Teil der VEG.

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Geldfreier Leben in Würzburg

09.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
Freiraum

… warum ist das überhaupt erstrebenswert? Welche Philosophie steckt hinter der Idee von Geldfreiheit? Und wie kann das in meinem Leben in Würzburg konkret aussehen? Diesen Fragen wollen wir im Workshop im Freiraum nachgehen. Ein Raum, der durch freies Geben und Nehmen funktioniert.

Der Freiraum ist ein geldbefreiter Ort in der Würzburger Innenstadt und bietet jedem Menschen Raum, ihre*seine Ideen zu verwirklichen, Fähigkeiten an andere zu schenken, miteinander zu teilen und einfach zu sein.

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Stop Deportation!

09.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
KHG

Das neue „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ soll es in Zukunft noch einfacher machen, Menschen abzuschieben. Auch in Würzburg sind davon immer wieder Personen betroffen. Wir beschäftigen uns mit rechtlichen Hintergründen von Abschiebung und der Kritik daran. Anschließen wollen wir uns darüber austauschen, welche Strategien es geben kann, Abschiebungen zu verhindern.

Mehr als 16a versteht sich als migrationspolitische Gruppe. Wir verfügen überwiegend nicht über eigene Flucht-, Migrations- und Rassismuserfahrungen. Wir sind solidarisch mit den Menschen und ihren Kämpfen, die von den Auswirkungen der europäischen/deutschen Asylpolitik direkt betroffen sind und in ihren Menschenrechten fundamental missachtet werden. Auf verschiedenen Wegen versuchen wir, uns der Entrechtung von geflüchteten Menschen entgegen zu setzen. Dazu gehören Vorträge, Workshops und Aktionen.

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Antifa-Kneipenabend (statt "Willkommen mit Musik im Standard")

09.10.2019
ab 20 Uhr
MiezeKoze

Aus gesundheitlichen Gründe muss „Willkommen mit Musik“ (WiMu) leider entfallen. Ab etwa 20 Uhr findet aber in der MiezeKoze der allwöchentliche Kneipenabend der Antifa statt.


Die Antifa Würzburg ist eine Gruppe von Aktivist*innen aus Würzburg, die sich zusammengeschlossen haben, um rechten Aktivitäten in unserer Region entgegenzuwirken. Dazu betreiben wir Recherche, informieren über rechte Aktivitäten und organisieren Demos und Gegenaktionen bei faschistischen und rassistischen Ansammlungen in unserer Nähe.

Der Musikschulverein ist aus einem spontanen Konzert mit Menschen, die 2014 nach ihrer Flucht in Würzburg ankamen, entstanden. Inzwischen arbeiten in der solidarischen Musikschule viele kleine und große Menschen mit und ohne Migrationserfahrung. Gemeinsam teilen sie ihr Anliegen, allen Menschen unserer Gesellschaft die Chance zu geben, Musik zu machen und musizierend am kulturellen Leben teilzuhaben. Die Unterrichtsgebühren werden individuell an die Möglichkeiten der Schüler*innen oder ihrer Familien angepasst. WiMu e.V. möchte so Menschen dabei unterstützen sich durch Musik zu Hause zu fühlen. Unser solidarischer Musikschulverein WiMu e.V. ist dabei kollektivistisch organisiert, hier treffen Schüler*innen, Lehrer*innen und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen gemeinsam Entscheidungen und gestalten das Vereinsleben vom Flyer bis zum Konzert.

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Klettern als Aktionsform: Schnuppertraining

10.10.2019
10:30 – 17:30 Uhr
bei Anmeldung unter redhowler@riseup.net

Von Bannerdrop bis Waldbesetzung, Aktionsklettern wird als Ausdruck von kreativem Protest im aktivistischen Umfeld immer beliebter. Wir wollen Euch in einem sicheren Rahmen die Möglichkeit geben, die ersten Schritte im Aktionsklettern zu gehen: Am Seil hochklettern, am Baum hoch„tapen“ und wieder abseilen. Ihr braucht keine Vorerfahrungen. Das Material wird gestellt.

Die Roten Brüllaffen sind eine kleine Gruppe von kletterbegeisterten Menschen und aktiv in unterschiedlichen politischen Kämpfen.

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Saatgutvermehrung im Permakultur-Garten

10.10.2019
12:00 – 13:30 Uhr
Campus Garten

Bei einer kurzen Führung durch das Gemeinschaftsgartenprojekt an der Uni, dem Campus Garten, werden die Prinzipien der Permakultur in ihrer praktischen Umsetzung erläutert. Danach werden wir zusammen auf die Suche nach Saatgut gehen und über dessen große Rolle für Ernährungssouveränität in einem zunehmend monopolisierten Agrarmarkt sprechen.

Das Referat Ökologie ist Teil der Studierendenvertretung. Die ehrenamtlich engagierten Studierenden setzen sich mit verschiedenen Projekten, wie der Ringvorlesung Nachhaltigkeit oder dem Campus Garten, für eine ökologische Nachhaltigkeit in den Bereichen der Lehre, Forschung, Betrieb und Lebensraum Universität ein.

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Verfassungsschutz – eine kritische Analyse

10.10.2019
14:30 – 16:30 Uhr
Kellerperle

Wenn es dem Verfassungsschutz an Transparenz mangelt, wollen wir darüber reden. Nach einer theoretischen Einführung über historische und gesetzliche Grundlagen werden die Teilnehmer*innen verschiedene Texte zur Kritik an der Institution analysieren und diskutieren. Zum Abschluss stellen wir uns die Frage, ob eine Reformation möglich ist. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten, (juristisches) Vorwissen ist nicht notwendig.

Der AKJ-Würzburg besteht primär aus Jurastudent*innen, die ihr juristisches Wissen nutzen wollen, um die sozialen und politischen Bezüge des Rechts zu reflektieren und den kritischen Umgang damit zu fördern.

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Stadtführung: Jüdisches Leben in Würzburg

10.10.2019
14:30 – 16:30 Uhr
Juliuspromenade, Julius-Echter Statue

Dr. Matthias Bartsch wird uns anhand verschiedener Orte in Würzburg durch die Geschichte jüdischen Lebens in Würzburg führen, denn Menschen jüdischen Glaubens leben bereits seit mehr als 900 Jahren in Würzburg.

Würzburg, mal Zentrum jüdischen Denkens und Glaubens, mal Ort systematischer Pogrome und Vertreibungen in verschiedenen Jahrhunderten bis hin zu den Verbrechen der Nazi-Diktatur. Heute hat die israelitische Kultusgemeinde Würzburgs wieder 1100 Mitglieder. Die Führung gibt einen Überblick über die Religion und Geschichte der Würzburger Jüd*innen und zeigt u.a. mit Juliusspital und Marienkapelle die markanten Punkte der Stadt. Da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt ist, lohnt es sich pünktlich zu kommen. Denn: Wer zuerst kommt, malt zuerst.

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Was tun gegen die (repressive) Klimakrise? // Aktivistischer Erzähl- und Filmabend

10.10.2019
ab 19 Uhr
Kellerperle

Die Klimakrise ist die größte, menschengemachte, globale Krise, die es jemals gegeben hat. Die global wachsende Klimagerechtigkeitsbewegung macht mit einer Vielzahl von öffentlichkeitswirksamen, massenhaften und bunten Aktionen darauf aufmerksam, was die Wissenschaft schon lange weiß: Wir dürfen nicht mehr weiter machen wie bisher, um die verheerendsten Folgen der globalen Erderwärmung abzuwenden. Der derzeitige mediale Diskurs z.B. über Energie- und Verkehrswende wurde durch die Klimabewegung mächtig in eine klimafreundliche und systemkritische Richtung verschoben.

Die staatliche Reaktion auf den öffentlichen Druck? Während Politiker*innen der Regierungen nur mit leeren Worten auf die Proteste eingehen, schlägt die ausführende Gewalt des Staates immer heftiger zu. Prügelnde Polizist*innen, Überwachung, Kriminalisierung bis hin zur Haftstrafe sind Maßnahmen der Repression, die (Klima-)Aktivist*innen davon abhalten sollen, weiterhin für ihre politischen Überzeugungen aktiv zu werden. Am Donnerstag laden wir alle Interessierte ein, einen Einblick zu bekommen, welchen Repressionen wir als (Klima)Aktivist*innen ausgesetzt sind, warum das so ist, und wie wir kreativ und untereinander solidarisch damit umgehen, um mit unseren Aktionen trotzdem weiter zu machen. Zur Stärkung gibt es leckeres Küfa-Essen.

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Gesundheit ist ein Menschenrecht! Lösungsansätze für die Defizite in der praktischen Umsetzung

11.10.2019
10:30 – 14:30 Uhr
Kellerperle

Gesundheitliche Versorgung ist ein Menschenrecht. Das heißt, dieses Recht haben alle Menschen, ohne Ausnahme. In Deutschland leben allerdings Menschen, die nicht zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen können, wenn sie krank sind. Manchen von ihnen hilft auch bei schweren Krankheiten niemand. Dabei haben sie ein Recht auf medizinische Hilfe und Versorgung. Die deutsche Regierung tut dafür nicht genug. Wir, das MediNetz Würzburg, möchten diese Menschen dabei unterstützen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen. Nur wie kommt es zu so einer Situation? Und was kann man dann tun? Wie sind die rechtlichen Grundlagen? Und warum sind wir der Meinung, dass es eigentlich viel besser wäre, wenn es uns nicht geben müsste? Genau das wollen wir uns gemeinsam anschauen. Was sollte man wissen, wie könnt ihr euch selbst einbringen und wer ist eigentlich dieses MediNetz?

Das MediNetz Würzburg e.V. tritt für das Menschenrecht auf Gesundheit ein. Unser praktischer Beitrag ist das Sicherstellen einer Gesundheitsversorgung für all diejenigen, denen in Würzburg eine ausreichende Gesundheitsversorgung verwehrt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Arbeitslosigkeit als EU-Bürger*in bis hin zu Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität.

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… und Action!

11.10.2019
10:30 – 14:30 Uhr
Freiraum

Für eine erfolgreiche Aktion ist gute Vorbereitung notwendig. Der Workshop gibt einen Einblick, wie sich Aktivist*innen auf große Ende Gelände Aktionen und andere Aktionen zivilen Ungehorsams im Klimakontext vorbereiten. Von Bezugsgruppenbildung über Erlernen von Methoden zur Konsensfindung und der Auseinandersetzung mit der rechtlichen Lage bis hin zur Organisation einer gemeinsamen Anreise… wichtige Skills, um Klimagerechtigkeit endlich selbst in die Hand zu nehmen!

Ende Gelände Würzburg ist Teil des Bündnisses, was durch öffentlichkeitswirksame Massenaktionen zivilen Ungehorsams zu einem der wichtigsten Akteure der deutschsprachigen Klimagerechtigkeitsbewegung geworden ist. Der Fokus liegt derzeit auf der dreckigsten der fossil-kapitalistischen Energiegewinnung: Braunkohle. Als Ortsgruppe bereiten wir uns gemeinsam auf Aktionen vor und tragen die Klimagerechtigkeitskämpfe und Protestkultur in lokale basispolitische Arbeit.

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Crashkurs: Mietrecht und Wohnungspolitik

11.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
Freiraum

Gemeinsam mit dem Mieterschutzbund bietet die Campus LINKE. Würzburg einen Vortrag zum Thema Wohnen als einen Crashkurs zur Wohnungssuche, Mieter*innen-Rechte, sowie der Wohnungssituation in Würzburg. Wir weisen auch auf die aktuellen Bewegungen unserer Gesellschaft gegen „Mietenwahnsinn“ und Gentrifizierung hin und was die die aktuellen Maßnahmen der Politik – auf Bundes- und Kommunalebene – sind. Zunehmend größere Bewegungen und Demonstrationen formieren sich zurzeit und formulieren ihren Protest gegen den „Mietenwahnsinn“.

Die Campus LINKE ist die Linke Hochschulgruppe der Universität Würzburg.

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Was tun, wenn’s brennt?

11.10.2019
14:30 – 17:30 Uhr
MiezeKoze

Damit Repression erst gar nicht zuschlägt, hilft vorbeugendes Wissen. In unserem Antirepressionsworkshop sprechen wir über schützendes und solidarisches Demo-/Aktionsverhalten, über Umgangsstrategien, wenn Euch Repression doch trifft, und unsere eigenen Erfahrungen mit staatlicher und gesellschaftlicher Repression.

Die Rote Hilfe e.V. ist eine strömungsübergreifende, parteiunabhängige Solidaritätsorganisation, die politisch aktive Menschen aus dem linken Spektrum unterstützt, wenn sie Repressionen durch die autoritäre Staatsmacht erfahren, z.B. durch Beratung und Beteiligung an Repressionskosten. Die Rote Hilfe hat bundesweit zahlreiche Ortsgruppen, so auch in Würzburg.

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Stadtführung: Würzburg, deine Nazis

11.10.2019
ab 19:30 Uhr
Vorhof der Mozartschule in der Hofstraße 2

Gemeinsam mit Wolfgang Jung werden wir uns auf die Stadtführung „Würzburg deine Nazis“ begeben.

Die NSDAP schnitt in Würzburg in der Reichstagswahl vom 5. März 1933 vergleichsweise schlecht ab. Dann aber ergab die Stadt sich den Nazis. Nur wenige stellten sich ihnen entgegen, die Mehrzahl blieb gleichgültig. Die NSDAP baute eine Infrastruktur mit über 100 Partei-Organisationen auf. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren beschäftigten Medien sich weltweit mit nazistischen Umtrieben in Würzburg. 1970 formierte sich in der Stadt mit der "Aktion Widerstand" ein Vorläufer von AfD und Pegida. 2014/15 versuchte Pegida, sich in Würzburg zu etablieren und Neonazis nehmen Würzburgs Zerstörung vom 16. März 1945seit jeher zum Anlass für Aufmärsche.

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Kneipenabend im Kult

11.10.2019
ab 19:30 Uhr
Kult

Heute ist der letzte gemeinsame Abend vor der morgigen großen „Feiern statt Bayern“ Party. Daher wollen wir uns nochmal gemeinsam im Kult treffen, einer bereits seit 30 Jahren bestehenden kollektivistisch organisierten Kneipe. Hier begegnet ihr nochmal einigen altbekannten Gesichtern aus den verschiedenen Workshops, bei denen ihr eure letzten Fragen stellen, nochmal hitzige Diskussionen beginnen oder euch über die nächsten Plena informieren könnt. Und auch wenn es heute länger geht, die morgige Demo #unverhandelbar beginnt ja erst um 12 Uhr.

Komm, wir malen uns eine schönere Welt aus!

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Komm, wir malen uns eine schönere Welt aus!

11.10.2019
ab 20 Uhr
MiezeKoze

Am Freitagabend treffen wir uns in der Mieze, um die letzten Vorbereitungen zu treffen, wie wir am folgenden Tag unsere Forderungen nach einer gerechteren Gesellschaft #unverhandelbar, bunt und kreativ auf die Straße tragen. In lockerer Runde wollen wir bunte Transpis malen und Demo-Material basteln. Wer Lust hat, die Demo aktiv mitzugestalten, ist herzlich dazu eingeladen.

Samstag: 12. Oktober

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Demonstration #unverhandelbar

12.10.2019
ab 12 Uhr
Hauptbahnhof (Route online)

Am Samstag tragen wir ab 12 Uhr gemeinsam und kreativ auf die Straße, womit wir uns zuvor in Workshops und Abendveranstaltungen der KEW auseinandergesetzt haben.

Als Vertreter*innen verschiedener politisch-sozialer Bewegungen ist uns klar: Unsere Forderungen sind unverhandelbar! Denn Menschenrechte, Klimagerechtigkeit, Gleichstellung und Recht auf körperliche Selbstbestimmung sind die unverhandelbare Grundlage der Gesellschaft, in der wir leben wollen.

zur Veranstaltung #unverhandelbar auf Twitter zum Aufruf auf Facebook

Solidarisches Kreativkochen und Küche für alle

12.10.2019
ab 16 Uhr
Freiraum

Die ewo lädt zum solidarischen Kreativkochen ein, um uns nach der #unverhandelbar-Demo und vor der Feiern statt Bayern-Soliparty eine leckere, vegane Stärkung aufzutischen. Ihr seid eingeladen, beim Schnippeln und Kochen die ewo kennen zu lernen und zu erfahren, wie köstlich Kochen und politscher Aktivismus zusammenpassen!

Die eat well organisation (ewo) e.V. verzaubert in Würzburg seit zwei Jahren gerettete Lebensmittel zu allerorts gelobten veganen Gerichten und möchte die Spenden für eine mobile Ausstattung einsetzen, die tierleidfreie, nachhaltige und leckere Küche für Bedürftige auch an abgelegene Orte bringen kann.

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Soliparty Feiern statt Bayern

12.10.2019
ab 18:30 Uhr
Kellerperle

Das legendäre Feiern statt Bayern geht in die vierte Runde! Bayern, das Land der Weißwurst, des Dirndls und der Pkw-Maut. Hier wird sich noch gewehrt gegen Einflüsse des preußischen Säkularismus. In Erinnerung an ihren gekreuzigten Herrscher, Franz Josef I., entschied sich der neue Monarch, König Markus I. das Bayernland endlich von allen Ketzer*innen zu befreien. Eine ganze Reihe von Maßnahmen wie dem Aufhängen von Kruzifixen in sämtlichen öffentlichen Einrichtungen bis hin zu massiv verschärften Polizeigesetzen sollten endlich Schluss machen mit den Umtrieben dieser verschwulten, gendergay, multikulti, öko, vegan-Terrorist*innen. Doch diese kapitulierten nicht vor jenen Zuständen und lassen sich auch nach wie vor ihre Feierlaune nicht verderben. So wurde sich bereits drei Mal in der Kellerperle eingefunden, um sie komplett abzureißen und den Menschen zu zeigen warum es sich lohnt, trotz aller aktuellen Entwicklungen, den Kampf für eine bessere Welt nicht aufzugeben! Beim "Feiern statt Bayern 4.0" ist es egal, woher du kommst, wie du aussiehst, welches Geschlecht du hast oder wen du liebst. Was für uns zählt sind fette Beats, Anarchie, lyrische Exzesse, Punk, Pogo und Ausrasten!

Sonntag: 13. Oktober

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Katerfrühstück und Aufräumaction

13.10.2019
10:30 Uhr
Freiraum

Zum Abschluss der erlebnisreichen Woche treffen wir uns heute ein letztes Mal um 10:30 Uhr im Freiraum, um zunächst gemeinsam zu frühstücken, ein bisschen auszukatern #hartakata, Anregung und Kritik an das Orga-Team zu richten und im Anschluss mit allen die von uns während der Woche genutzten Räume wieder klar Schiff zu machen. Heute wird also partizipiert anstatt nur zugeschaut. Das fängt auch schon beim Frühstücken an. Wir können dank foodsharing Brot und Brötchen stellen, bei allem anderen sind wir auf alle – also auch auf euch – angewiesen. Bringt an Speisen mit, was ihr teilen wollt. Das Motto lautet #teilenstatttauschen.

Danach werden bei Hits, Hits und Punk aus der Jukebox die Besen geschwungen und die Polster ausgeklopft. Wenn alle mitmachen dauert das auch nicht lang...versprochen!

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